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Sonnborn ist zweifellos die älteste Kirchengemeinde in Wuppertal, sowie die Ortschaft zu den ältesten Ansiedlungen und Kirchdörfern des bergischen Landes zählt. Geschichtlich belegt ist eine Besiedlung zwischen 500 bis 850 nach Christus.
Die Ortsbezeichnung Sonnborn setzt sich aus den Worten „Sonne“ und „Born“ zusammen. Nach Überlieferungen, insbesondere aus dem 19. Jahrhundert, hat sich in Ortsnähe eine Quelle — der Born — befunden. Dieser "Sonnenbrunnen“ gehört als heidnische Kultstätte aus vorchristlicher Zeit seit Generationen zur Mythologie des Dorfes.
Erstmalige urkundliche Erwähnung: 874 n. Chr. „basilica quae est in Sunnebrunno“
Erste Kirche: Romanische Basilika
Reformation: 1539 Lutherisches Bekenntnis, etwas später Calvinistisches Bekenntnis (reformiert)
Zweite Kirche: Klassizistischer Kirchbau, 1886 erbaut, mit Übernahme des Turmes aus dem 9.ten Jahrhundert. Diese Kirche wird 1917 durch ein Feuer zerstört.
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Dritte Kirche: Die heutige Hauptkirche, erbaut 1918 bis 1926, wurde 1992 in die Liste des Denkmalschutzes aufgenommen und 1995 grundlegend saniert. Seitdem werden dort Kirchenführungen angeboten. >> Kontakt
Außengestaltung: Die fast zehnjährige Bauzeit, führte zu einem spannungsreichen Nebeneinander verschiedener Stilrichtungen. So ist der Dachbereich im Bergischen Heimatstil ausgeführt, die Bruchsteinpartien in der zurückhaltenden Reformbauweise dieser Zeit, während im aufwendigen Maßwerk und den Sandstein-Zierelementen des Turmes schon der Expressionismus anklingt.
Innenausstattung: Im Art Deco Stil. 2006 wird unter der Empore nach Plänen des Architekten-Büros „Ahad Architekten“ aus Braunschweig die „Familienkirche“ eingebaut. Dieser vom Bund Deutscher Architekten 2007 prämierte feinfühlige Einbau, ermöglicht durch seine Schalldämpfung auch Familien mit Kindern ein entspannte Teilnahme am Gottesdienst. Die Worte des Johannes-Prologs bilden eine poetische Kulisse auf den Glaswänden der Familienkirche.
Turm: 45 m hoch, 150 Stufen bis zur Plattform. Die Bedachung bleibt wegen fehlender finanzieller Mittel (Weltwirtschaftskrise) unvollendet, so bleibt die gotische Balustrade als Turmbekrönung erhalten.
Glocken: Drei Bronzeglocken. Zwei davon sind die ältesten Glocken im Wuppertaler Stadtgebiet. Sie tragen die Namen „Maria 1453“ und „Martinus 1458“.
Orgel: 1928 als spätromantisches Instrument von dem Barmer Orgelbauer Paul Faust erbaut, wird sie von ihm in den 1940er Jahren „barockisiert“. 2006 erfolgt eine Grundsanierung, bei der auf eine Rückrestaurierung in den Originalzustand bewusst verzichtet wird. So präsentiert sich die Orgel heute als hervorragendes Beispiel mehrschichtiger Denkmalsubstanz, deren Gesamtkonzept zwar nicht auf den ersten Blick nachvollziehbar, aber dennoch ingesamt handwerklich und künstlerisch schlüssig ist.
Informationen Lars Heinen
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